Zum 10-jährigen Bestehen des no cube begann im Juli ein Ausstellungsprojekt, bei dem es offen war und ist, wie und
wohin es sich entwickelt. Das Thema, das Setting und das bevorzugte künstlerische Medium lässt viel Raum für
Entwicklung und die Erstpräsentation zur Nacht der Museen und Galerien.
Das Setting zu Projektbeginn:
Ein Schlüssel, zwei Tische, Zeichenmaterial, freie Wände, offene Schaufenster sowie viel Platz für Gäste stehen für die
eingeladenen Künstler*innen und Grafiker*innen bereit. Sie sind eingeladen, in den Sommermonaten im no cube zum
Thema „Vor uns die Zeit“ mit dem Zeichenmedium zu forschen und ihre Ergebnisse miteinander zu einem
gemeinsamen, doch differenten Ausblick auf Kommendes zu verweben. Es ist ihnen belassen, wie viel Zeit sie vor Ort
verwenden, ob sie Gäste mitbringen. Erwünscht ist einzig, an einer sich erst formenden und bis dahin stetig
verändernden Ausstellung mitzuwirken und über die entstehende Werke miteinander zu kommunizieren.
Der erste Anlauf:
Es überraschte ungemein wie spontan und herzlich die beteiligten Künstler*innen und Grafiker*innen zusagten und
immer neue Akteur*innen dazu kamen. In der Sommerzeit startetet das Projekt dann langsam aber stetig. Elke
Seppmann erkundete als erste Künstlerin den no cube als Arbeitsraum. Ende Juli kam der Prozess lebhaft in Gang, der
künstlerische Austausch im no cube begann. Seither kommen und gehen die beteiligten Künstler*innen und
Grafiker*innen im kleinen Kunstraum in Münsters Bahnhofsviertel ein und aus.
Die Arbeitsweisen der beteiligten sind sehr different und entsprechen den individuellen Situationen und Settings. Jacky
Bamfaste und Eva Haupt kommen mehrmals und bleiben gleich mehre Tage vor Ort. Einige arbeiteten zunächst
zuhause und kamen mit ersten Entwürfen. Andere treffen sich regelmäßig im Projektraum. Sven Oelde sendet aus
Portugal seinen ersten Beitrag in digitaler Form. Die bisher entstandenen künstlerischen Arbeiten sind
dementsprechend vielfältig. Auch die Art der künstlerischenAuseinandersetzung entpuppt sich als spannend und
vielschichtig. Es gibt sowohl angewandt, auf das entstehende künstlerische Objekt bezogene Haltungen als auch auf
den künstlerischen Prozess bezogene Arbeitsweisen. Diese Erfahrungen inspirieren und bereichern den begonnen
Austausch, er ist ein Art Forschung mit dem Medium Zeichnung. So überrascht es sicher nicht, dass der Wunsch
entstanden ist, das Projekt über den begonnen Zeitraum fortzusetzen. Im Oktober geht das Zeichenprojekt „Vor uns die
Zeit“ in eine zweite Phase und entwickelt sich weiter, zumal einige neue künstlerische Gäste dakommen werden.
Wir freuen uns:
Candia Neumann (Projekt vor uns die Zeit/no cube)
Phase 2
Jacky Bamfaste, Albert Bartel, Eva Haupt, Susanne Hegmann, Martina Muck, Martina Lückener,
müller, Candia Neumann, Thomas Prautsch, Elke Seppmann und…