
Die Sammlung Sorst
1. Oktober 2022 – 22. Januar 2023
In der Ausstellung „Boten der Nacht. Expressive Avantgarden in Deutschland 1918-1968. Die Sammlung Sorst“ zeigt das Picasso-Museum im Herbst Meisterwerke der deutschen Druckgrafik von Künstlerinnen und Künstlern wie Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Barlach, Otto Dix, Käthe Kollwitz, Jeanne Mammen, Gerhard Marcks, HAP Grieshaber und Horst Janssen. Ausgestellt sind über 70 Exponate, darunter Holzschnitte, Radierungen, Lithografien und Skulpturen. Die Schau versucht anhand der expressiven Avantgarden des 20. Jahrhunderts von den Brücke-Künstlern, über die Vertreter der Neuen Sachlichkeit bis in die Nachkriegsmoderne hinein, eine deutsche Kunst- und Mentalitätsgeschichte der existentiellen Gefährdung, der Trauer, Angst und Hoffnungslosigkeit zu erzählen, die nicht zuletzt in Anbetracht derzeitiger weltpolitischer Entwicklungen in unsere Gegenwart hineinwirkt.
Angst, Einsamkeit, Isolation, Trauer, Furcht, Krieg, Flucht und Vertreibung, aber auch mystische, ekstatische und visionäre Erfahrungen, die von der Nachtseite der menschlichen Seele künden, bilden die Themen der Ausstellung. Die Werke schaffen eine inhaltliche Verbindung zwischen den Schrecken der beiden Weltkriege bis hin zu der Furcht vor atomaren Bedrohungen der 1960er-Jahre.
Die Leihgaben stammen aus der in Hannover beheimateten Sammlung Ernst-Joachim Sorst, dem Käthe Kollwitz Museum Köln, dem Horst-Janssen-Museum Oldenburg sowie dem Ernst Barlach Haus Hamburg.
