
Zwei lebensgroße Rammböcke zerstören sich selbst. Schlag für Schlag treffen ihre identisch aussehenden Köpfe aufeinander und tragen das Material ab. Ein Motor erzeugt eine fortlaufende, stetige und unaufhaltsame Bewegung der Rammböcke. Als Rammbocksköpfe wurden zwei Pferdeköpfe gewählt, seit Jahrhunderten ein Symbol für Kraft und Schnelligkeit.
Life – Life Balance kritisiert eine Lebensführung, die sich an Tempo und zunehmender Geschwindigkeit ausrichtet. Die Rammböcke werden nicht repariert, außer der Motor, wenn er
ausfallen würde. So wird die kritisierte Selbstzerstörung performativ aufrechterhalten und die eigene Beteiligung an zerstörerischen Dynamiken kritisch in den Fokus gerückt. Der Wewerka Pavillon fungiert hier als Bühne, die das Spektakel der Zerstörung präsentiert.
Finn Köhntop hat 2021 an der TU Dortmund einen Bachelor of Arts in Kunst und Geschichtswissenschaften auf Lehramt gemacht. Seit 2021 studiert er Kunst, zuerst an der Akademie der Bildenden Künste München und seit 2022 an der Kunstakademie Münster in der Klasse von Maik und Dirk Löbbert.
Ausstellungen (Auswahl):
2021: F2 Fotofestival, Dortmunder U
2021: Interconnections, Gustav-Lübcke-Museum Hamm
2022: Error Art Festival Dinslaken
2024: ArtArtist Düsseldorf
2024: Call me how i want, Zentrum f. Kunst u. Architektur, Essen
2025: Bochumer Künstlerinnen, Kunstmuseum Bochum
2025: Klassenausflug, Galerie Münsterland, Emsdetten
2025: Moro mit Katya Ohii, Cank Neukölln, Berlin