{"id":4666,"date":"2025-03-02T10:32:11","date_gmt":"2025-03-02T09:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tatwortimnetz.de\/Kunst\/?post_type=tribe_events&#038;p=4666"},"modified":"2025-03-02T10:32:11","modified_gmt":"2025-03-02T09:32:11","slug":"radar-maria-renee-morales-garcia-2","status":"publish","type":"tribe_events","link":"http:\/\/www.tatwortimnetz.de\/Kunst\/event\/radar-maria-renee-morales-garcia-2\/","title":{"rendered":"RADAR: Maria Ren\u00e9e Morales Garcia."},"content":{"rendered":"<div data-v-d5e74410=\"\">\n<p>Die K\u00fcnstlerin Maria Renee Morales Garcia hat mit <em>complexities in w(e)aves<\/em> eine neue, ortsspezifische Arbeit f\u00fcr das Fenster des Projektraumes entwickelt. An den purpur-rosa-lilanen W\u00e4nden schweben wellenf\u00f6rmig handgeschriebene Fragen. Von der Decke h\u00e4ngen meterhohe, farbig bespr\u00fchte und beschriebene Banner, Ketten halten teils transparente Stoffbahnen aus Seide, T\u00fcll und Baumwolle, in Schichten angeordnet, einige davon bedruckt mit Fotografien. Wie Traumgespinste verflechten sich B\u00e4nder aus Stoff und Spitze, Worte geformt aus Keramik und Gewebefragmente dazwischen. Die Fotos zeigen Details von Landschaften aus Guatemala und Bahrain, pers\u00f6nliche Momente aus dem Fotoalbum oder Objekte, etwa Wurzeln von Mangrovenb\u00e4umen. Acht Keramikgef\u00e4\u00dfe auf dem Boden versammeln sich wie eine Gruppe zum Kreis zusammen. In einer Nachricht auf einem Plakat lesen wir: \u201eWie viele Rechte werden uns noch weggenommen?\u201c, \u201eAb wann ist jemand offensichtlich faschistisch?\u201c, \u201eWarum ist Schweigen einfacher als laut zu sprechen?\u201c. Es sind brennende gesellschaftspolitische Fragen. Doch anstatt uns mit dogmatischen Setzungen und Parolen zu konfrontieren, werden wir zum Selbstdenken animiert. Die Fragen in wei\u00dfer Handschrift auf den purpurnen W\u00e4nden betreffen unsere gesellschaftliche Positionierung sowie unser Menschsein: \u201ehow do you teach yourself love?\u201c (Wie bringst du dir Liebe bei?), \u201ewhat do your ancestors teach you?\u201c (Was lehren dich deine Vorfahren?), \u201ehow are we humane?\u201c (Wie sind wir menschlich?), \u201eare you allowed to move freely?\u201c (Darfst du dich frei bewegen?). Diese Fragen sind ein Spiegel, der uns dazu bringt, uns mit unseren eigenen Erfahrungen, Privilegien und der gesellschaftlichen Realit\u00e4t auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt von Maria Renee Morales Garcias k\u00fcnstlerischer Praxis ist die Besch\u00e4ftigung mit der Intersektionalit\u00e4t von Identit\u00e4t(en) und der Betrachtung dieser durch eine dekoloniale und queer-feministische Linse. Durch die Praxis des wiederholten Fragens und Fragens und Fragens in Bezug auf die eigene Identit\u00e4t, l\u00e4dt die K\u00fcnstlerin uns ein, sich selbst diesen Fragen zu stellen: zu Privilegien, Klasse, Zugeh\u00f6rigkeit, Befreiung von politischer Unterdr\u00fcckung, Kapitalismus, Kolonialismus und vielen weiteren. Sie m\u00f6chte mit ihren Werken dazu anregen, die eigene Position zu hinterfragen und die politischen Auswirkungen des eigenen Lebens und Wirkens zu erkennen. Anstatt im Appellativen zu verharren, l\u00e4dt die Arbeit zum Wechsel der Perspektive ein, zum Gespr\u00e4ch aber auch zu einer Art innerem Dialog mit uns selbst. Die dabei erfahrbaren \u201ecomplexities\u201c der k\u00fcnstlerisch inszenierten Fragen er\u00f6ffnen so eine Form des einf\u00fchlsamen Miteinanders.<\/p>\n<p>Maria Renee Morales Garcia (geb. 1997 in Guatemala) hat im vergangenen Jahr ihr Studium an der Kunstakademie M\u00fcnster als Meistersch\u00fclerin bei Prof. Mariana Castillo Deball abgeschlossen. Nach ihrer Residenz in der Cit\u00e9 Internationale des Arts Paris lebt und arbeitet sie heute in Bochum.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die K\u00fcnstlerin Maria Renee Morales Garcia hat mit complexities in w(e)aves eine neue, ortsspezifische Arbeit f\u00fcr das Fenster des Projektraumes entwickelt. An den purpur-rosa-lilanen W\u00e4nden schweben wellenf\u00f6rmig handgeschriebene Fragen. 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