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26.9-18.1 Kirchner. Picasso. LWL-Museum für Kunst und Kultur

Äh… Yeah. Malerei, Lithografie, Zeichnungen und Bildhauerei von Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso in einer Kooperation des LWL und des Kirchner Museums in Davos.


Brücke Künstler Kirchner, knapp anderthalb Jahre älter als der Mister Super-Lover, und Picasso erlebten beide mit Mitte Dreizig den ersten Weltkrieg. Kirchner konnte ihn nur mit einem Haufen Alkohol und Schmerzmittel ertragen. Zwei Monate stand er im Kasernenhof, dann spukte ihn das Militär krank und depressiv wieder aus. Den Zweiten Weltkrieg erlebte er nicht mehr. 1938 nahm er sich das Leben, wohl auf Grund seiner Morphiumsucht, die er nicht in den Griff bekam.


Picasso hatte mehr Glück, wenn davon überhaupt gesprochen werden kann, er verbrachte den ersten Weltkrieg in Avignon und Paris, musste als Spanier nicht ran. Und im zweiten Weltkrieg war Picasso vielleicht schon zu prominent, für ihn gab es weder Verhaftung, Internierung oder Deportation.


Um die Kriege und das Leid geht es allerdings auch gar nicht in der Ausstellung, sind aber in ihrem Leben, wie in allen Leben zur der Zeit, zu wichtig, um sie auszuklammern.


Die Ausstellung zeigt ein paar erstaunliche Bilder der beiden Maler-Stars, die sich thematisch und stilistisch sehr ähneln. Kirchner, so erfährt Du in der Ausstellung, hat sogar ein Bild zurückdatiert, damit sein Kopieren nicht bemerkt wird.
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Wie auch immer: Es ist immer wieder eine spannende, nicht nur kunstgeschichtliche Zeitreise und am Ende merkst Du vielleicht sogar Ähnlichkeiten zwischen damals und heute. Das tut dann allerdings auch weh. So richtig…äh… yeah.

Eine Ausstellung des LWL-Museums für Kunst und Kultur, Münster, und des Kirchner Museums Davos. 

LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
26.9.2025 – 18.1.2026

Kirchner Museum Davos
15.2. – 3.5.2026

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