Im August schrieb die Monopol über horrende Eintrittspreise in Museen. Das Guggenheim in New York 30 Dollar, Metropolitan Museum ebenfalls, das Art Institute in Chicago nimmt sogar 32 Euro für eine Eintrittsticket.

Zu Recht fragte das Magazin, ob ein Museum noch ein sozialer Raum sein kann, wenn sich der Eintritt in Sphären bewegt, die sich nur noch wenige leisten können.
Jetzt kann er:sie natürlich sagen: „Junge, für eine gute Ausstellung gebe ich gerne 30 Dollar aus. Ach was, 40 Dollar. Gute Kunst kostet.“
„Kann man machen, du Penner“, wäre hier meine charmante Antwort.
Zum Einen geht es bei den Preisen nur um die Dauerausstellung, die Sonderschauen kosten extra. Zum Anderen haben viele vielleicht auch noch einen Anhang, der mit gucken möchte (Stichwort: Familie, Kinder, Mann, Frau, Oma, Tante, Freundin, der nette, gutaussehende Nachbar). Da ist man dann schnell bei 100 Dollar/ Euro/ Schekel nur für den Eintritt.
Die Frage, warum Kunst elitär wirkt, beantwortet sich hier von selber.
In Münster minnt das LWL-Museum 15 Euro für eine Karte. Für mich ist das viel und ich versuche immer den Langen Freitag mitzunehmen, um mein Kasse nicht zu sprengen (2. Freitag im Monat v. 18-24 Uhr freier Eintritt). Aber neben diesem Super-Freitag wird es schwer. Letztens war waren wir zu Dritt in der NUDES Ausstellung und wir waren 39 Euro los. Und alle sagen: „Yeah.“
Klar, den Meisten ist das egal, weil ihnen Kunst egal oder das Geld ist. Oder sie sagen: „Nur was etwas kostet, ist auch was wert.“ Genau. Richtig. Super. Weitermachen.
Naja. Ich sage mal zu diesem netten Menschen: „Fickt euch!“, und gucke nach Leibzig. Die Kunstforum berichtet: Laut Ratsbeschluss ist ab 2024 der Zutritt zu den Dauerausstellungen der städtischen Leipziger Museen kostenfrei. Immerhin.