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Chiaki Nakaune im Wewerka

8.10-22.12 Chiaki Nakaune. Dobu-chan Wewerka Pavillon.
Ich schreibe gerne, erzähle gerne Geschichten. Die Kunst ist oft der erste Stein, Dominostein, des Anstosses. Manchmal höre ich aber auch einfach zu, lass Sachen stehen. Sie sind gut, so wie sie sind


Wie hier! Was für eine stille-poetisch-großartige Arbeit. Ein tiefes-intensives Nachdenken über einen Menschen, den man liebt.
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„Dobu-chan ist meine Großmutter. Ich nannte sie nie Oma, immer nur Dobu-chan. Meine Mutter ist Tochter von Dobu-chan. Sie nannte sie auch nur Dobu-chan statt Mama. 2018 ist Dobu-chan gestorben. Seitdem wollte ich heulen. Ich habe Angst, mein warmes Gefühle zu ihr zu vergessen, verliehen. Wenn ich keine Liebe in mir spüre, sehe ich Menschen als Zahl. Dann wird alles egal. Als ich bemerkte, dass Videos aus Kriegsgebieten mich nicht mehr traurig machten, dachte ich, irgendwas stimmt nicht.“ (Nakaune)
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„Dobu-chan war keine perfekte Person. Sie hat sich gerne verliebt obwohl sie Familie hatte. Sie wollte cool sein und hatte ein cooles Outfit, aber sie war nicht politisch aktiv. Meine Mutter als Grundschülerin musste selber Instantnudeln fürs Frühstück kochen, da Dobu-chan nicht aufstehen konnte. Ich liebte sie aber sehr. Aber ich vergesse. Ich war unsicher, ob es gute Idee ist, jetzt, diese Ausstellung zu machen in dieser katastrophischen Zeit . Könnte man nicht vielleicht das Materialgeld von 2500 Euro spenden? Aber ich wollte doch versuchen, die Ausstellung zu machen. Ich hoffe sehr, dass sie das Herz von jemandem ein bisschen wärmt und Energie gibt, anderen Leuten in der Welt herzlich zu begegnen, egal wem. Gegen die Situation anzugehen, wenn jemand leidet, egal, wo das ist.“ (Nakaune)

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