Das FAK zeigt eine Ausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Vasil Berela (*1986). In seiner raumgreifenden Installation: Ein toter Mann auf der Straße, neben ihm sein Hund. Eine verendete weiße Maus liegt in ein paar Schritte weiter. Die weiße Linie der Straßenmarkierung ist gnadenlos über die Maus hinweggerollt. Außerdem ein Postkasten mit einer weißen Taube. Ein Video zeigt eine Autofahrt durch die Nacht. Ein Traum?




Auf jeden Fall wirkt alles sehr real. Betrittst du den Raum, denkst du zuerst an eine Performance, möchtest dem Mann die Nasenhaare anstupsen, um zu gucken, ob er sich rührt. Machst du natürlich nicht. Er rührt sich auch nicht.
Auf jeden Fall: Lässt du dich darauf ein, erlebst du Vasil Berelas Installation als eine sehr berührende, intensive Ausseinandersetzung mit der Welt. Sicherlich weil die Arbeit handwerklich top ist, aber auch weil Inhalt und Form einfach passen.
„In seinen Arbeiten öffnen sich innere Landschaften, Orte des Rückzugs und der Flucht. Sie suchen gleichzeitig Bewegungen der Seele: Zaghafte Versuche, einen Zustand jenseits des Sichtbaren zu erreichen, ein Moment der Transzendenz, in dem Erinnerung, Schmerz und Hoffnung verschmelzen.“