„Ach guck, da steht n Auto im Pavillon.“
Anton Schmutzler beschreibt seine künstlerische Praxis als soziale und emotionale Ausgrabungsstätte. In der Ausstellung „having a moment“ untersucht er Situationen, in denen menschliche Präsenz nicht unmittelbar erscheint, sondern sich über Spuren, Gegenstände und räumliche Setzungen vermittelt.

Die WN zitiert ihn mit: „Es gibt Momente, an denen mich irgendetwas festhält. Ich trage dann Schicht um Schicht ab, bis sich herauskristallisiert, was mich an der Situation interessiert. In diesem Fall ist es einerseits das Auto als privater Raum zweier Menschen, aber auch das Gruselige, das so eine nächtliche Szene nun mal hat.“
Als ich von Weiten auf den Pavillon blickte, dachte ich zuerst: „Ach guck, ein Stillleben.“ Fast so eine Stimmung wie beim geliebten Hopper oder dem ehrenwerten Hockney. Nur statt Café oder Swimming Pool gibt’s hier Getränkekühlschrank und Weizenfeld.
Vielleicht ist das aber auch zu weit hergeholt, also mit dem Stillleben. Als Erstes dachte ich auch: Ach guck, da steht n Auto im Pavillon (und der hat das Licht angelassen. Na, ob das die Batterie lange mitmacht?).
Auf jeden Fall funktioniert bei mir Schmunzlers phänomenologisches Abschichten. Am Ende dachte ich: „Oh, da ein Grusel. Ist da ein Grusel? Also ich habe da gerade schon so ein Grusel gespürt.“ Auf jeden Fall. Ne, ich finds super.






