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ich hasse kunst in der natur!

Ich hasse kunst in der Natur, so heißt ein Text, den 1993 Herman de Vries veröffentlichte. In dem Text wendet er sich leidenschaftlich gegen eine , wie er sagt, falsch verstandene Kunst in der Natur.

„kunst in der natur ist überheblich, arrogant – oder ignorant! wenn kunst etwas mit bewußt sein, bewußtseinsprozessen, bewußtwerdung (und ihrer kommunikation) zu tun hat – ist dann die natur nicht: bewußt sein?

herman de vries, ‚ich hasse kunst in der natur!‘, 1993 (in : texte – textarbeiten – textbilder (Stuttgart 1995) 178-179.)
Herman de Vries – sanctorium (1997)

Das Kunstschöne und das Naturschöne: De Vries „sanctorium“ und seine Texten zur Kunst und Natur holen 250 Jahre nach Hegel und Schopenhauer die alten Fragen wieder hervor.

Hatte Hegel das Kunstschöne immer über das Naturschöne gestellt, war sein alter Konkurrent Schopenhauer ganz anderer Meinung. Wie De Vries war auch Schopenhauer von der Natur und seiner Schönheit überwältigt.

Wie ästhetisch ist doch die Natur! Jedes ganz unangebaute und verwilderte, d.h. ihr selber frei überlassene Fleckchen, sei es auch klein, wenn nur die Tatze des Menschen davon bleibt, dekorirt sie alsbald auf die geschmackvollste Weise, bekleidet es mit Pflanzen, Blumen und Gesträuchen, deren ungezwungenes Wesen, natürliche Grazie und anmuthige Gruppirung davon zeugt, daß sie nicht unter der Zuchtruthe des großen Egoisten aufgewachsenen sind, sondern hier die Natur frei gewaltet hat.

Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Vereinzelte Bemerkung über Naturschönheit
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Wellenlänge – Werkschau zu Kunst und Psychiatrie im Kunsthaus Kannen

Wellenlänge heißt die jährliche Ausstellung im Kunsthaus Kannen, die Student*innen der Kunstakademie einlädt, sich mit Bewohnern, der Outsider Art und dem Psychiatrie Gelände auseinander zu setzen. In diesem Jahr haben sich acht Student*innen dem Dialog gestellt und mit Keramik, Fotografie, Skulptur, Zeichung, einer literarischen Schatzsuche, einem Hörstück und einer Mitmach Aktion Unterschiedlichstes gefunden.

Mit Woorim Ha, Tineke Kaiser, Minhae Kim, Yena Kim, Suyeon Kim, Anna Ko,Malte Reuter, Jennifer Rommel

Die Ausstellung ist noch bis zum 20. März zu sehen. Das Kunsthaus Kannen am Rande von Münster muss man schon erreichen wollen. Aber an einem trockenen Tag kann der Kunstjunkie es mit dem Fahrrad schaffen. Ansonsten hälz aber auch direkt ein Bus vor dem Gelände der Alexianer (hier findet ihr eine Anfahrtsinfo vom Haus Kannen) .

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4×8 Flags from a Stone oder ich zeichne mir die Welt, wie sie mir gefällt

Noch bis Ende des Monats ist der Prinzipalmarkt beflaggt. 32 Fahnen mit seltsamen Piktogrammen hängen an den Buden der Kaufmannschaft. Doch leider weiß kaum jemand, was es mit den ganzen schönen Fahnen auf sich hat.

„Ist wieder Hansetafel, Europatag, Karneval oder handelt es sich, um eine klasse Marketingaktion eines Telefonanbieters (immerhin zeigen mehrere Flaggen so etwas wie ein Telefon)?“, fragt der neunmalkluge Marktgänger und die Shopping Queen lächelt. „Nein. Das ist Kunst, mein Freund.“

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Schwarze Moderne – Afrika und die Avantgarde

An einem typischen Sonntag in Münster (alle Glocken läuten, es regnet und auf Grund einer Pandemie ist das Leben recht langweilig) kam eine kleine Gruppe von Menschen auf die Idee, mal wieder ins Museum zu gehen.

Man sagt: „Touristischer Höhepunkt einer jeden Münster Reise ist – neben frischem gezapften Pinkus Bier – das Picasso Museum, und dort gibt es gerade auch Frisches zu sehen. Eine neue Ausstellung nämlich.

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Anführunsgstriche an der Gasselstiege

Gleich zu Anfang der Gasselstiege steht das erste paar Gänsefüßchen (Anführunsgstriche unten) und, liebe Wanderer und Wandererinnen, es lohnt sich der Straße zu folgen und das zweite Paar zu suchen.

Die Gänsefüßchen klammern die Gasselstiege ein, auf der damals der Bauer die Gänse nach Münster trieb. Die Sprachbegabten unter uns wissen natürlich, dass die Gans früher auch Gassel hieß und wir anderen können diesen Wissen nachlesen.

1998 lobte jedenfalls die Stadt Münster und die Wohn- und Stadtbau GmbH einen Kunstwettbewerb aus. Unter den geladenen Künster*innen auch Kirsten Kaiser, die mit ihren Satzzeichen, den schwarz-lackierter Metallobjekten, die Gasselstiege unter das Brennglas der Kunstbetrachtung legte.

Es ist ein schöner Fußweg, den die Anführunsgzeichen in „Direkte Rede“ setzen. Alles dabei: Hauptverkehrstraßen, Felder, Tierwirtschaft, Bio Hof, Wald, Gewerbe- und Wohngebiet, dazwischen sogar ein Tanzraum und an zwei Kreuzungen religiöse Gedenkstätten mit Grabkerzen und Blumengesteck. Soviel Natur- und Kunstschönes. Was will man mehr?

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„Wer durch das Tor geht, fühlt sich verwandelt.“ Ein Erfahrungsbericht

Wer durch das Tor geht, fühlt sich verwandelt. Es ist so. Diese geheimnisvollen Worte werden dem Kunstprofessor Eberhard Fiebig in den Mund gelegt. Der Bildhauer sprach über das Tor im Allgemeinen und das Tor der Freiheit, seiner Skulptur am Germania Campus, im Besonderen.

Sechs Tonnen schwer sind die drei zinnoberrot-lackierten Stahlträger, die in ihrer Form den Kassler Kunstprofessor an die japanischen „Torii“ erinnern. So heißen die Eingangstore zu einem Shintō-Schrein; das Tor markiert dabei die Grenze zwischen dem Profanem und Sakralem.

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Die Kunst ist Schrott

Die Kunst ist Schrott. In der Achtermannstraße, Ecke Urbanstraße steht eine Installation von Tobias Rehberger. Moon of Alabama – Jökulsárlón. Das ist auf Island, aber die Kunst ist Schrott.

Dabei ist sie eigentlich Teil von was Größerem. Für den Einen nur elf bunte Stadtmöbel mit lustigen Kugel-Leuchten, für den Anderen eine gelungen Kunstinstallation im Bahnhofsviertel. Öffentlicher Raum. Ein Ort zum Sitzen, reden, anfassen (die Kunst). „Was? Bei den Pennern? Na, ob das gut geht?“, munkelte wohl der ein oder andere.

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Wewerka Pavillion: Anna-Lea Weiand – Die Linie (Klanginstallation ab 25.1)

An einem Dienstag eröffnet die Kunststudentin Anna-Lea Weiand ihre Ausstellung „Die Linie“. Es ist aber egal. Wegen der aktuellen Corona Lage gibt es keine Eröffnung mit der Künstlerin. Trotzdem bin ich wie immer gespannt wie ein Flitzebogen, was dieses Mal in dem Glasbau präsentiert wird. Bis zum 5. April bespielt Anna-Lea Weiand den Kunstort am Aasee.

Anbei noch die wichtigste Infos und der Ankündigungstext der Kunstakademie*** 25 Januar bis 05. April 2022Wewerka Pavillon *** Ausstellungsraum der Kunstakademie Münster Kardinal-von-Galen-Ring / Annette-Allee / Aasee-Uferweg*** www.kunstakademie-muenster.de*** *** Aufgrund der aktuellen Situation findet keine Eröffnung statt.