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Wagners Wulf.

Einmal bin ich Paul Wulf begegnet. Es war der 23. Dezember. Ein Nachbar, ein guter Nachbar feierte bei sich zu Hause in seinen Geburtstag. Das war sehr lustig. Wegen Jesus und Weihnachten und weil der Nachbar ein politisch, sehr aktiver Anarchist war und immer noch ist. 


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Kirschsäule. Thomas Schütte. Harsewinkleplatz. Skulptur Projekte 1987.

Thomas Schütte ist ein sehr bekannter Künstler. Nicht nur in Deutschland. Aber vor allem. 2023 erschien über Schütte eine Doku im Kino, „Thomas Schütte – Ich bin nicht allein“. Die Regisseurin hat erst Gerhard Richter, seinen Lehrer, und jetzt ihn filmisch portraitiert.

„Thomas Schütte ist einer der renommiertesten Künstler Deutschlands. Seine Werke beschäftigen sich mit den zahlreichen Facetten des menschlichen Lebens und sind weltweit verteilt. Eines seiner Kunstwerke schaffte es im Jahr 2007 an den vierten Pfeiler des Londoner Trafalgar Squares. Die Filmemacherin Corinna Belz begleitet den Künstler und gibt einen tiefen Einblick in sein Leben und seine Arbeitsweise.“

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Applaus, Applaus.

Esra Ersen. A Possible History. LWL-Museums / Lichthof.

Eine Ausstellung der Preisträgerin des „Konrad-von-Soest-Preis 2023“.
31.8. – 10.3.24

„Applaus, Applaus.“ Der mit viel Gold ausgezeichnete Konrad-von-Soest-Preis 2023 geht an die in Berlin arbeitende Künstlerin Esra Ersen.

Innerhalb der politisch und konzeptualistisch orientierten jungen türkischen Kunstszene zählt Esra Ersen als wichtige Repräsentantin. 1970 in Ankara geboren, studierte sie in Istanbul und Nantes. 2019 wurde sie mit einem Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo ausgezeichnet.

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Offene Ateliers 2023 im FAK

Es ist Samstagnachmittag, kurz nach 15 Uhr und ich bin einer der Ersten, der heute einen neugierigen Blick in die Ateliers wirft. Verschlafenen Künstler:innen schauen teilweise neugierig zurück. „Hallo, möchtest du einen Kaffee?“ Nein. „Magst du eine Waffel?“ Nein, ich will keine Waffel. Alle sind sehr nett. Eine Frau ruft aus einem Atelier, dass ich dort mal schauen muss. Ich grinse nur doof zurück. Nein.

Im Keller ist weniger los als oben, also niemand. Im Keller läuft „Keine Angst für alle“ von Sarah Kramer. Monobloc Plastikstühle dienen als Kinosessel. Eine Lichterketten versprüht Wärme. Es ist ein wenig dunkel. Ich stolper über eine Stolperstelle, kriege Angst und versuche zurück ans Tageslicht zu kommen, unterdrücke meine Panik. Ich… also den Film habe ich leider nicht gesehen.

Oben schauen mich verschlafenen Künstler:innen teilweise neugierig an. „Möchtest du einen Kaffee?“ Nein. „Eine Waffel?“ Wieso eigentlich nicht. Gestern Abend zur Eröffnung blieb man auf ein Bier, jetzt auf eine Waffel. „Ich bin mittlerweile auch mehr Waffel“, sage ich und ernte seltsame Blicke.

Daneben ernte ich ein paar Einblicke: Trude Neuhaus hat ein größeres Atelier und Willi Kramer lässt Ballons steigen. Hyun-Gyoung Kim zeigt Nasenwürmer und Anke Gollub beweist anhand von Bleistiftstiftstrichen, dass das Ganze mehr ist als seine Teile. Monir Nikouzinat Monfared vernetzt und Georg Hartungs Plastiksoldatenmännchen erinnern und und und…

Ich bin nur kurz da. Eigentlich weniger als ein Blick. Ein paar Einblicke, dann muss ich weiter. Längst nicht alles gesehen. Es ist Samstagnachmittag, kurz nach 15 Uhr. Immer noch.

p.s. Über die Kunst kein Wort verloren. Sie ist natürlich Hauptperson, nicht in diesem Text, aber in der Fresnostraße 8 überhaupt, und sie ist dort auch eine sehr vielfältig, spannende Person. Aber das ist ein anderer Text.

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Lackbaum, Lackbaum. Lackbaum.

16.6 – 17.9 Neue japanische Lackkunst aus Hokuriku. Museum für Lackkunst

✍️✍️

Lackkunst? Ja, warum nicht. Vor Jahren war ich mal in einer Sonderausstellung im Museum für Lackkunst. Künstler:innen hatten Autoteile lackiert und ausgestellt. Ich glaube, man konnte die lackierten Bleche ersteigern und der Gewinn ging an Menschen, Tiere oder wichtige Angelegenheiten.

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Es werde Licht, Freunde!

30.8-18.10 Hannah Kons. All the light we can not see. Wewerka Pavillon

Mal ehrlich, so richtig spitze ist der Wewerka Pavillon nicht zum Kunst zeigen oder gucken, oder? Tagsüber spiegeln sich Aasee, Wiese, Menschen im Pavillon, und nachts ist es dort dunkel wie im sprichwörtlichen Bärenarsch.

Meistens stolperst du dann auch noch über das Nichts, also den Bärenarsch und bist bedient. Aber was heißt hier bedient? Immer noch besser als einer der typischen Schietwetter-Tage. „Schietwetter ist, was man daraus macht“, sagst du und stehst im Matsch vor dem Schaufenster der lokalen Kunstwelt. Super Idee, sage ich. Hatte ich leider auch schon oft.

Aber die ganzen Kaufleute haben es nur gemeint, als sie Münster feierlich zum Jubiläum eines örtlichen Schuhhauses den Pavillon übergaben. Und auf der Documenta stand der Glaskasten auch schon mal, erklären sie.. „Also bitte nicht so undankbar“, sagen sie, und sie haben ja Recht.

Aber: Der Klatsch gehört hier auch gar nicht hin, und außerdem: „Einem geschenkten Gaul…und so.

Das Licht ist aber trotzdem kacke.

Das mit dem Licht hat auch Hannah Kons bemerkt. Eine Woche, in der Aufbauphase, hat sie sich mit dem Licht, wie es in den Pavillon fällt, auseinandergesetzt.

All the light we can not see. Sie hat die Formen, Farben, Punkte, Flecken und Strahlen in einer raumfüllenden Bodenmalerei zu erfassen versucht. Das ruhige Licht am Morgen, das tanzende Licht in der Mittagszeit, wenn sich Aasee und Himmel, Wiese und wir im Pavillon finden, und am Abend, die länger werdenden Schatten, die sich mehr und mehr in den Vordergrund drängeln. So oder so ähnlich stelle ich mir vor, stellt sie sich das vor.

Als Material zur Lichtsichtbarmachung dient ihr selbsthergestellte Farbe aus Tonmehl und keramischen Farbkörpern. Am Ende der Ausstellung plant sie die Reste der Farben, das sichtbar gemachte Licht, einsammeln und zu einem Objekt zu brennen.

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Raumgedanken im FAK

26.8-24.9 Sophia Hose. Out of Blue. FAK Münster

„Was? Nein? Igitt? Ach so. Okay.“ Was macht einen Raum aus? Wie nehmen wir ihn wahr? Welche Geschichten hat er zu erzählen? Sophia Hose nimmt sich den Ausstellungsraum „an sich“ vor, fragt mit ihrer Installation nach dem Kontext, der Form, den verschiedenen Perspektiven des Raums. Sie nimmt sich die Kiste Raum, zieht neue Dimensionen, verändert ihn, befragt ihn.

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UNBOXING. Die Ateliergemeinschaft Schulstraße im Haus der Niederlande.

25.8- 8.10 UNBOXING. Haus der Niederlande.

Die Schulstraße im Haus der Niederlande. Doch statt der gruseligen Stellwände, an denen meistens die Kunst abhängen muss, werden hölzerne Transport- und Lagerkisten zu eigenständigen Mikroausstellungsräumen.
Somit ist Unboxing sowohl Gemeinschaftsausstellung als auch Einzelausstellung.

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Langweiliges Gerangel im Westfälischen Kunstverein

15.7-8.10. Leda Bourgogne. Mêlée. Westfälischer Kunstverein

Die in Berlin lebende Künstlerin Leda Bourgogne bespielt großflächig den Kunstverein. Objekte mit Bezug zum Kampfsport, genähte Banner, beschriftete Stoffe, die von der Decke hängen, Video, Malerei.

Ihre Themen: Suffragetten und Kampfsport, körperliche und geistige Selbstverteidigung, Menschen in zärtlicher Verschlungenheit. Gefühle, Verletzungen, Gerangel und Faustkampf. Alles ist philosophisches Zitat, sagt der Saaltext.

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Schauriges passiert – Rückemann, Gerhards und Kreysing in der Zeitbogen Galerie

5.8-17.9 Ort ohne Heimweh. Werner Rückemann, Thomas Gerhards, Anja Kreysing. Zeitbogen-Galerie (Roxeler Straße 340)

Es war die alte Mannschaftskantine der britischen Armee, die ich nachts mit meinem Fahrrad ansteuere, um Kunst zu gucken. Zuvor, so lese ich, gehörte die neue Zeitbogen Galerie zur Flakartillerie-Kaserne der Wehrmacht.

Nach neunzig Jahren militärischer Nutzung ist jetzt die Kunst über die Räume gekommen (soweit Kunst über etwas kommen kann).

„Diese Zeitschichten und ihre Relikte sind unmittelbar erkennbar und werfen Fragen an das Gelände und seine Historie auf“, erklären Thomas Gerhards und Werner Rückemann.